photo © philipp j. bösel

Die Berliner Mauer 1984 von Westen aus gesehen

1984 reisten die Kölner Fotografen Philipp J. Bösel und Burkhard Maus nach Berlin und begannen – ohne Auftrag – mit der fotografischen Erfassung der Berliner Mauer. Dabei setzten sich die beiden das Ziel, das Grenzbauwerk auf seiner gesamten Länge von 18 Kilometer lückenlos zu dokumentieren. Das Resultat ihres Vorhabens ist einzigartig und die wohl umfangreichste Bilddokumentation des innerstädtischen Mauerabschnitts. Das Buch zeigt erstmals das gesamte Konvolut von 1.144 Schwarzweißaufnahmen. Durch die Aneinanderreihung der einzelnen Motive entsteht ein stakkatoartiges Panorama, das es dem Betrachter ermöglicht, die Berliner Mauer als räumliches Kontinuum in den Blick zu nehmen. Die Oberflächentexturen der Mauer lassen sich hierbei ebenso studieren wie die zahllosen Graffiti und politischen Bekenntnisse, die heute unweigerlich als Zeitzeugnisse gelesen werden und 30 Jahre nach ihrer Entstehung umso mehr faszinieren. Die Publikation erscheint, der Anzahl der Fotografien entsprechend, als limitierte Auflage von 1.144 Exemplaren. Jedem Buch liegt eines der 1.144 Motive als separater Print bei.

philipp © philipp j. bösel

die vermessene mauer 1000 monochrome Vintages

„1961 im Jahr des  Mauerbaus bin ich geboren, meine Vater kam aus Ost- und meine Mutter aus West-Deutschland. Familienbezogen wollte ich ein persönliches Photoprojekt realisieren. So kam ich auf die Idee 1984 die komplette BerlinerMauer zwischen Ost- und West-Berlin photographisch festzuhalten und das in einer Zeit als noch keiner ahnte, dass schon nach 5 Jahren die Mauer fällt. Es entstand mein konzeptionelles Panorama-Projekt mit über 1000 Aufnahmen. Mit Burkhard Maus realisierte ich dieses Projekt . Es hat weitere 30 Jahre gebraucht, bis daraus ein PhotoBuch entstand. Die Mauer überlebte „nur“ 28 Jahre.“

philipp © philipp j. bösel

die vermessene mauer

Die Idee, die Berliner Mauer zwischen Ost- und West-Berlin komplett fotografisch festzuhalten, kam Philipp J. Bösel nicht allein, weil sein Vater aus Ost- und seine Mutter aus West-Deutschland stammten, sondern auch, weil er im Jahr des Mauerbaus geboren wurde, exakt drei Monate später am 13. November 1961 in Köln. Der studierte Grafik-Designer Bösel realisierte dieses Projekt und späterhin weitere gemeinsam mit dem am 7. November 1948 geboren Fotojournalisten Burkhard Maus, der nicht nur einer anderen Altersgruppe angehört, sondern die „Mauer“ auch politisch aus einem anderen Blickwinkel betrachtete. (Bundesarchiv, Pressemitteilung, 2.7.2009)

Philipp J. Bösel a eu l’idée de photographier l’ensemble du mur de Berlin entre Berlin-Est et Berlin-Ouest non seulement parce que son père venait de l’Allemagne de l’Est et sa mère de l’Ouest, mais aussi parce qu’il était né l’année de la construction du mur, exactement trois mois après, à Cologne le 13 novembre 1961. Bösel, qui a étudié le graphisme, a réalisé ce projet, puis d’autres avec Burkhard Maus, un photojournaliste né le 7 novembre 1948, qui non seulement appartient à un groupe d’âge différent, mais qui voit aussi le „Mur“ sous un angle politique différent. (Bundesarchiv, Communiqué de presse, 2.7.2009)