kölner oper 2009 – 2018 …

DIE KÖLNER OPER ALS LANGZEITPROJEKT
Aufnahmen der architektonischen Veränderung seit 2009 – 2018 bis …

Die Opernhaus Köln ist kein fertiger Ort mehr.
Sie ist ein Zustand.

Seit 2009 entzieht sich das von Wilhelm Riphahn entworfene Gebäude seiner ursprünglichen Bestimmung und wird zur offenen Struktur – fragmentiert, überformt, neu geschrieben. Wände verschwinden, Räume verschieben sich, Oberflächen tragen die Spuren von Eingriffen, Korrekturen, Verzögerungen.

Diese fotografische Arbeit versteht die Oper nicht als Architektur im klassischen Sinn, sondern als Prozess: als etwas Unabgeschlossenes, das sich jeder endgültigen Form entzieht. Gerüste, freigelegte Strukturen, provisorische Lösungen und verdeckte Bereiche werden zu zentralen Motiven – zu Zeichen eines Bauwerks im Übergang.

Die Bilder folgen keiner linearen Dokumentation. Sie suchen Brüche, Wiederholungen, Zwischenzustände. Sie beobachten, wie Zeit sich im Material einschreibt: in Staub, in offenen Decken, in stillgelegten Räumen. Die Oper erscheint dabei weniger als kulturelles Symbol denn als Körper – verletzt, transformiert, in ständiger Veränderung.

So entsteht über Jahre hinweg ein visuelles Archiv des Wartens, des Umbaus und der Verschiebung.
Ein Ort, der nicht mehr Bühne ist, sondern selbst zum Motiv wird.

„Photobook Dummy“ kann bei blurb oder direkt bei mir bestellt werden.

Oper Köln
Exit full screenEnter Full screen
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow
 
photos © philipp j. bösel