Vier Jahrzehnte durch die Linse: Große Werkschau von Hans Georg Esch im Kölner MAKK eröffnet
Köln. Die Architektur der Welt, eingefangen in monumentalen Bildern und präzisen Bildstrecken – das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) widmet dem renommierten Architekturfotografen Hans Georg Esch seine bislang größte Museumsausstellung. Am gestrigen Abend, dem 10. Juni 2026, feierte die umfassende Werkschau „Der architektonische Blick · epochal – global“ im Beisein des Künstlers eine hochkarätige Eröffnung. Ab heute ist die Ausstellung für das breite Publikum zugänglich.
Ein globaler Spannungsbogen von der Antike bis zur Moderne
Unter der Kuratierung von Raimund Stecker wirft die Ausstellung einen monumentalen Blick auf das fast vier Jahrzehnte umspannende Schaffen des 1964 in Neuwied geborenen Fotografen. Esch, der sowohl für seine autonomen künstlerischen Fotobücher als auch für seine präzisen Auftragsarbeiten weltweit geschätzt wird, bricht in seinen Werken geografische und kulturelle Grenzen auf.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie Esch Bauwerke unabhängig von ihrem Kontext in ikonische Bildmotive verwandelt. Die visuelle Reise führt die Besucher quer durch Epochen und Kontinente:
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Historische Monumente: Von den Ruinen Pompejis über den Kölner Dom bis hin zum New Yorker Chrysler Building.
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Moderne Megacitys: Urbane Räume und Panoramen aus Beijing, Hongkong, Jemens historischer Lehmstadt Shibam oder Sanaa.
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Zeitgenössische Meilensteine: Bauten von Oswald Mathias Ungers sowie Großprojekte der jüngsten Zeit, wie der erst 2025 eröffnete, futuristische Flughafen von Abu Dhabi.
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Regionale Schätze: Auch markante Architektur aus der Region, wie die Wallfahrtskirche in Neviges (Bergisches Land), findet ihren Platz im globalen Gesamtgefüge.
Wenn das Foto das Bauwerk definiert
Die Werkschau vereint großformatige „Masterpieces“ mit akribisch kuratierten, seriellen Bildstrecken. Im Zentrum steht dabei stets Eschs ganz persönlicher, namensgebender „architektonischer Blick“. Seine Fotografien verdichten Gebäude und urbane Räume zu autonomen Kunstwerken.
Die Ausstellung greift damit auf faszinierende Weise die berühmte These der Pop-Art auf: Nicht das Objekt selbst bestimmt primär unsere visuelle Erinnerung, sondern das Foto, das wir davon sehen. Eschs Arbeiten bestätigen dies par excellence – sie prägen und verändern die Art und Weise, wie wir gebauten Raum wahrnehmen.
Ausstellung: Hans Georg Esch · Der architektonische Blick · epochal – global
Ort: MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, An der Rechtschule 7, 50667 Köln
Laufzeit: 11. Juni bis 27. September 2026 Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 18:00 Uhr (Jeden 1. Donnerstag im Monat bis 22:00 Uhr) Eintritt: 6,00 € (regulär) / 3,00 € (ermäßigt)
photos © philipp j. bösel

































