Zweimal Deutschland um 1980

Zweimal Deutschland um 1980 – Fotografische Spurensuche im Museum

Im Museum Ludwig wird ab dem 18. April 2026 die Ausstellung „Zweimal Deutschland um 1980“ eröffnet, die bis zum 11. Oktober 2026 zu sehen ist und einen spannenden fotografischen Blick auf Ost- und Westdeutschland wirft.

Die Präsentation versammelt Arbeiten von sieben Fotograf*innen und richtet den Fokus bewusst nicht auf große historische Ereignisse, sondern auf scheinbar beiläufige Alltagsszenen. Gerade diese ruhigen, oft offenen Bilder machen sichtbar, wie unterschiedlich – und zugleich überraschend ähnlich – Lebensrealitäten in beiden deutschen Staaten um 1980 waren.

Ob Porträts, Straßenszenen oder dokumentarische Serien: Die Fotografien zeigen Menschen, Situationen und Stimmungen zwischen politischem Umbruch, gesellschaftlicher Spannung und individuellem Alltag. Häufig lässt sich erst durch Titel oder Kontext erschließen, ob ein Bild in der DDR oder in der Bundesrepublik entstanden ist – ein bewusster Bruch mit klaren Zuschreibungen.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR werden in der Ausstellung durch die Arbeiten von vier Fotograf*innen sichtbar, die alle mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig verbunden sind. Ute Mahler, Christiane Eisler und Erasmus Schröter studierten dort, während Evelyn Richter von 1981 bis 2001 als Professorin an der Hochschule lehrte.

Ergänzend werden einzelne Arbeiten von Henry Maitek und Evelyn Richter aus den 1960er Jahren gezeigt, die den zeitlichen Rahmen der Ausstellung erweitern und zusätzliche Perspektiven auf die fotografische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Realitäten eröffnen.

Kuratorin: Barbara Engelbach

Derek Bennett (1944–1990), Christiane Eisler (geb. 1958), Karl Kugel (geb. 1957), Ute Mahler (geb. 1949), Henry Maitek (1922–2007), Evelyn Richter (1930–2021) und Erasmus Schröter (1956–2021)

Zweimal Deutschland um 1980
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photos © philipp j. bösel