Ein Abend voller Soul und Kölscher Herzlichkeit
Wenn die Kulturkirche in Nippes ihre Tore öffnet, ist die Atmosphäre ohnehin schon magisch. Doch am 24. Juni 2015lag ein ganz besonderes Knistern in der Luft. Unter der Leitung des Saxophonisten und Bandleaders Bernd Delbrügge luden die Soulcats zu einer musikalischen Reise ein, die Genregrenzen elegant verwischte.
Wenn Groove auf Reibeisen trifft
Das Herzstück des Abends war das Zusammenspiel zwischen der fulminanten Soul-Formation und ihren Gästen:
-
-
Bernd Delbrügge: Der Maestro am Saxophon führte nicht nur mit gewohntem Coolness-Faktor durch das Programm, sondern lieferte auch die messerscharfen Bläsersätze, die den typischen Soulcats-Sound ausmachen.
-
Gerd Köster: Als Special Guest brachte das Kölner Urgestein eine ganz eigene Note in den Abend. Mit seiner unverwechselbaren, rauchigen Stimme verlieh er den Soul-Klassikern eine erdige Tiefe und sorgte für Gänsehaut-Momente, wenn die kölsche Mundart auf internationalen Rhythmus traf.
-
Highlights des Abends
Die Akustik der Kirche bot den perfekten Rahmen für die dynamische Bandbreite der Soulcats. Von schweißtreibenden Up-tempo-Nummern bis hin zu gefühlvollen Balladen war alles dabei. Besonders beeindruckend war die Synergie: Kösters Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, harmonierte perfekt mit dem treibenden Groove der Band.
„Soul ist kein Musikstil, sondern ein Zustand. Und an diesem Abend in Nippes war der Zustand absolut ekstatisch.“
Die Soulcats und Gerd Köster zeigten in der intimen Atmosphäre der Kulturkirche, dass Soul eine universelle Sprache ist – auch wenn sie mit einem leichten kölschen Akzent gesprochen wird.
Wer dabei war, wird sich sicher noch lange an das Saxophon-Solo erinnern, das durch das Kirchenschiff hallte, während Gerd Köster mit einem schelmischen Grinsen den Takt vorgab. Ein echtes Stück Kölner Kulturgeschichte!
photos © philipp j. bösel


























