Kopenhagen

Die kleine Meerjungfrau
Kopenhagen – Architektur, Kunst und ungewöhnliche Orte

Kopenhagen
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photos © philipp j. bösel

Kopenhagen war eine der großen Stationen unserer Dänemark-Rundreise. Nachdem wir zuvor vor allem die Landschaften und Küsten Jütlands erlebt hatten, war die dänische Hauptstadt für uns ein ganz besonderer Kontrast.

Kopenhagen ist eine Stadt, die sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden lässt. Und gerade für uns war es spannend, die Stadt nicht nur über ihre bekannten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen, sondern vor allem über ihre Architektur, Museen, öffentlichen Räume und ungewöhnlichen Orte.

Von der historischen Frederiks Kirke über die moderne Königliche Oper und die markante Königliche Bibliothek bis zu den ehemaligen Industrieflächen von Refshaleøen zeigt Kopenhagen eine bemerkenswerte architektonische Vielfalt.

Die Königliche Oper – Architektur am Wasser

Ein besonders beeindruckendes Gebäude ist die Königliche Oper Kopenhagen. Direkt am Wasser gelegen, bildet sie einen starken architektonischen Gegenpol zur historischen Stadt auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens.

Die große horizontale Dachfläche ragt weit über die Wasserfront hinaus. Dadurch entsteht ein Gebäude, das gleichzeitig monumental und erstaunlich offen wirkt.

Gerade vom Wasser aus entfaltet die Oper ihre besondere Wirkung. Die Architektur verbindet sich hier unmittelbar mit dem Hafen und der Landschaft.

Frederiks Kirke – der Marmorkirche

Ganz anders präsentiert sich die Frederiks Kirke, meist Marmorkirche genannt.

Ihre gewaltige Kuppel prägt das Stadtbild und bildet gemeinsam mit den umliegenden historischen Gebäuden ein beeindruckendes Ensemble.

Der klassizistische Bau steht für eine andere Epoche Kopenhagens und zeigt, wie stark historische Architektur bis heute das Stadtbild prägt.

The Danish Film Institute

Ein weiterer interessanter Ort für uns war das Danish Film Institute. Als jemand, der sich selbst intensiv mit Fotografie, Film und visueller Gestaltung beschäftigt, war dieser Ort natürlich besonders interessant.

Das Film Institute ist nicht nur eine Institution für die Bewahrung und Vermittlung der dänischen Filmgeschichte. Es ist auch ein Ort, an dem Filmkultur öffentlich erlebt werden kann.

Damit verbindet sich hier Architektur mit einem Thema, das uns seit vielen Jahren begleitet: dem bewegten und unbewegten Bild.

Rundetårn – der Runde Turm

Der Rundetårn gehört zu den bekanntesten historischen Bauwerken Kopenhagens.

Der Aufstieg erfolgt nicht über eine gewöhnliche Treppe, sondern über eine breite spiralförmige Rampe. Schon der Weg nach oben macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Kopenhagener Innenstadt. Gerade aus fotografischer Sicht ist dieser Perspektivwechsel interessant: Die Stadt erscheint plötzlich als dichtes Gefüge aus historischen Gebäuden, Türmen, Straßen und Innenhöfen.

Nyhavn – Kopenhagens farbenfrohe Seite

Natürlich durfte Nyhavn bei unserem Besuch nicht fehlen.

Die farbigen historischen Häuser entlang des Kanals gehören zu den bekanntesten Motiven Kopenhagens. Heute ist Nyhavn ein touristischer Mittelpunkt der Stadt, gleichzeitig vermittelt der Hafen noch immer einen Eindruck von der historischen Bedeutung Kopenhagens als Hafenstadt.

Für Fotografen bietet Nyhavn zu jeder Tageszeit interessante Perspektiven – besonders durch die Spiegelungen im Wasser und das Zusammenspiel der farbigen Fassaden.

Die Kleine Meerjungfrau

Zu einem Besuch in Kopenhagen gehört natürlich auch die Kleine Meerjungfrau.

Die berühmte Skulptur sitzt seit 1913 auf ihrem Felsen am Wasser und ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden.

Auch wenn sie wesentlich kleiner ist, als viele Besucher erwarten, ist der Ort durch seine Lage am Hafen und die Verbindung zur Geschichte von Hans Christian Andersen fotografisch interessant.

Die Königliche Bibliothek – der Schwarze Diamant

Eines der architektonischen Highlights Kopenhagens ist für mich die Königliche Bibliothek, insbesondere der Erweiterungsbau „Den Sorte Diamant“ – der Schwarze Diamant.

Die dunkle, glänzende Fassade spiegelt das Wasser des Hafens und verändert dadurch ständig ihr Erscheinungsbild.

Das Gebäude ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie moderne Architektur mit einer historischen Institution verbunden werden kann. Der Kontrast zwischen dem älteren Bibliotheksgebäude und dem modernen Baukörper macht den Ort besonders spannend.

NY Carlsberg Glyptotek

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photos © philipp j. bösel

Die Ny Carlsberg Glyptotek verbindet Kunst, Architektur und Atmosphäre auf besondere Weise.

Das Museum wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und beherbergt eine bedeutende Sammlung antiker und moderner Kunst.

Besonders beeindruckend ist die Architektur des Museums selbst. Innenräume, Skulpturen, Oberlichter und der Wintergarten schaffen eine ganz eigene Stimmung.

Für uns war die Glyptotek deshalb nicht einfach nur ein Museum, sondern ein Gesamterlebnis aus Kunst, Architektur und Raum.

Refshaleøen – vom Industriegebiet zum Kreativquartier

Einen völlig anderen Charakter hat Refshaleøen.

Das ehemalige Industrie- und Werftgelände entwickelt sich zunehmend zu einem Ort für Kunst, Kultur, Gastronomie und kreative Projekte.

Alte Industriehallen und neue Nutzungen treffen hier aufeinander. Gerade dieser unfertige, teilweise raue Charakter macht Refshaleøen fotografisch interessant.

Hier zeigt sich Kopenhagen von seiner experimentellen Seite.

Copenhagen Contemporary

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photos © philipp j. bösel

Auf Refshaleøen befindet sich auch Copenhagen Contemporary, ein Zentrum für zeitgenössische Kunst.

Die großen ehemaligen Industriehallen bieten Raum für monumentale Installationen und Kunstwerke, die in klassischen Museumsräumen kaum möglich wären.

Die Architektur des Ortes wird damit selbst Teil des Kunsterlebnisses.

Kastell von Kopenhagen

Das Kastell von Kopenhagen gehört zu den ungewöhnlichsten historischen Orten der Stadt.

Die sternförmige Festungsanlage ist von Wassergräben und weitläufigen Grünflächen umgeben. Wege führen durch das Gelände und machen die historische Struktur der Anlage unmittelbar erfahrbar.

Mit dem Fahrrad lässt sich das Kastell wunderbar erkunden.

Der Kontrast zwischen der alten Festungsarchitektur und dem modernen Kopenhagen ringsum ist besonders reizvoll.

Cisternerne in Søndermarken

Eine der ungewöhnlichsten Stationen unserer Kopenhagen-Tour waren die Cisternerne in Søndermarken.

Unter dem Park befindet sich ein ehemaliges unterirdisches Wasserreservoir. Heute wird der außergewöhnliche Raum für zeitgenössische Kunst genutzt.

Dunkle Gewölbe, Feuchtigkeit, Wasser und die besondere Akustik schaffen eine Atmosphäre, die sich deutlich von den klassischen Museen Kopenhagens unterscheidet.

Hier wird Architektur nicht nur betrachtet – man erlebt sie körperlich.

Margretheholm

Auch Margretheholm war für uns ein interessanter Teil des modernen Kopenhagens.

Das Gebiet im Norden der Stadt verbindet Wohnen, Wasser und neue Stadtentwicklung. Gerade die Lage am Hafen zeigt, wie sich Kopenhagen in den vergangenen Jahren verändert hat.

Die Stadt wächst in Richtung Wasser und nutzt ehemalige Industrie- und Hafenflächen zunehmend für neue Wohn- und Kulturprojekte.

Kopenhagen mit dem Fahrrad

Was uns während unseres gesamten Aufenthalts besonders gefallen hat, war die Möglichkeit, Kopenhagen mit dem Fahrrad zu entdecken.

Die Stadt ist für Radfahrer hervorragend erschlossen. Dadurch konnten wir die verschiedenen architektonischen Orte miteinander verbinden und Kopenhagen in einem eigenen Rhythmus erleben.

Von der historischen Innenstadt ging es zu den Hafenanlagen, weiter nach Refshaleøen und Margretheholm und anschließend wieder zurück in die Innenstadt.

Gerade diese Mischung macht Kopenhagen für uns so interessant.

Kopenhagen – eine Stadt zwischen Geschichte und Zukunft

Kopenhagen hat uns vor allem durch die Gegensätze beeindruckt.

Auf der einen Seite stehen jahrhundertealte Gebäude wie die Frederiks Kirke, das Kastell und der Rundetårn. Auf der anderen Seite findet man moderne Architektur wie die Königliche Oper und den Schwarzen Diamanten sowie die experimentellen Kulturorte auf Refshaleøen.

Dazwischen liegen Museen, Parks, Kanäle und ehemalige Industrieanlagen, die eine neue Nutzung bekommen haben.

Kopenhagen wirkt dadurch nicht wie eine Stadt, die ihre Geschichte bewahren möchte, indem sie stehen bleibt. Vielmehr scheint sie ihre Geschichte als Ausgangspunkt für Neues zu nutzen.

Für uns war Kopenhagen deshalb nicht nur eine weitere Station unserer Dänemark-Rundreise, sondern vor allem eine Entdeckungsreise durch Architektur, Kunst und Stadtentwicklung.

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photos © philipp j. bösel