Dijon im Oktober – Ein Regentag zwischen Marktleben, Genuss und französischem Flair
Der Oktober zeigte sich in Dijon von seiner eher grauen Seite. Regenwolken hingen über den Dächern der burgundischen Hauptstadt, und immer wieder zogen kräftige Schauer durch die historischen Gassen. Doch gerade bei diesem Wetter entfaltet Dijon einen ganz besonderen Charme. Die glänzenden Pflastersteine, die alten Fassaden und die kleinen Straßencafés verleihen der Stadt eine beinahe melancholische Atmosphäre.
Ein besonderer Anziehungspunkt war der berühmte Marché des Halles, die historische Markthalle von Dijon. Schon von außen ist das imposante Gebäude mit seiner außergewöhnlichen Architektur ein Blickfang. Im Inneren erwartet die Besucher ein lebendiges Stück burgundischer Alltagskultur.
Zwischen den Marktständen herrscht geschäftiges Treiben. Händler bieten regionale Käsespezialitäten, frisches Gemüse, Obst, Fleisch, Wurstwaren, Brot und natürlich die kulinarischen Köstlichkeiten Burgunds an. Überall wird probiert, eingekauft und diskutiert. Die Auslagen, die Düfte verführerisch und die Atmosphäre typisch französisch.
Der Markt ist weit mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. Er ist ein Treffpunkt, an dem sich das Leben der Stadt widerspiegelt. Während draußen der Regen auf das Dach der Markthalle trommelt, lässt es sich hier wunderbar durch die Gänge schlendern und die Vielfalt der regionalen Küche entdecken.
Dijon ist bekannt für seinen Senf, seine Weine und die traditionsreiche burgundische Küche. Ein Besuch der Markthalle gehört deshalb unbedingt zu einem Aufenthalt in der Stadt.
Und so wurde aus einem verregneten Oktobertag eine schöne Begegnung mit dem französischen Lebensgefühl. Manchmal braucht es eben keinen Sonnenschein, um eine Stadt zu entdecken – manchmal reicht ein guter Markt, eine Kamera und ein wenig Zeit.
photos © philipp j. bösel



















