Tournus – mittelalterlicher Charme am Ufer der Saône
Tournus ist eine jener kleinen französischen Städte im Burgund, die ihren ganz eigenen Charme bewahrt haben. Direkt am Ufer der Saône gelegen, verbindet der Ort mittelalterliche Architektur, französische Lebensart und eine angenehme Gelassenheit. Abseits der großen Touristenströme lässt sich hier das ursprüngliche Burgund entdecken.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die beeindruckende Abtei Saint-Philibert, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Frankreichs. Mit ihren mächtigen Mauern, den Rundbögen und der außergewöhnlichen Architektur erzählt sie von einer langen Geschichte, die bis ins frühe Mittelalter zurückreicht. Im Inneren entfaltet sich eine besondere Atmosphäre aus Licht, Stein und Stille.
Auch die historische Altstadt lädt zum Entdecken ein. Enge Gassen, alte Bürgerhäuser, kleine Plätze und farbenfrohe Fassaden prägen das Stadtbild. Besonders sehenswert ist das Hôtel-Dieu, ein ehemaliges Krankenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Seine historischen Krankensäle und die beeindruckende Apotheke mit ihren alten Fayencegefäßen geben einen Einblick in die medizinische Versorgung vergangener Jahrhunderte.
Tournus ist außerdem für seine Gastronomie bekannt. Die Küche Burgunds, regionale Weine und gemütliche Restaurants gehören ebenso zum Charakter der Stadt wie die kleinen Cafés und das Leben entlang der Saône. Am Fluss lässt es sich wunderbar spazieren gehen, während Boote gemächlich vorbeiziehen.
Für mich ist Tournus ein lohnenswerter Zwischenstopp auf einer Reise durch Frankreich. Eine Stadt, die nicht laut um Aufmerksamkeit wirbt, sondern ihre Schönheit in den Details zeigt: in alten Mauern, historischen Fassaden, besonderen Lichtstimmungen und den kleinen Momenten des französischen Alltags.
Ein Ort, an dem man gerne länger bleibt – und den man mit der Kamera immer wieder neu entdecken kann.
photos © philipp j. bösel









