DGPh Photography Awards 2026

DGPh Photography Awards 2026 – Ein Abend im Zeichen der Fotografie

Die DGPh Photography Awards 2026 würdigten auch in diesem Jahr herausragende Persönlichkeiten, die mit ihrer Arbeit die Fotografie geprägt, weiterentwickelt und ihre kulturelle Bedeutung gestärkt haben. Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ehrte Künstlerinnen und Künstler ebenso wie Persönlichkeiten, die sich um die Vermittlung, Erforschung und Bewahrung fotografischer Werke verdient gemacht haben.

Den Auftakt der Preisverleihung bildete der Otto-Steinert-Preis, der an Samuel Solazzo verliehen wurde. Der Preis steht für die Förderung junger fotografischer Positionen und erinnert an Otto Steinert, einen der bedeutendsten Vertreter der subjektiven Fotografie.

Es folgte der Dr.-Erich-Salomon-Preis für die amerikanische Fotografin Jane Evelyn Atwood. Ihre eindringlichen, oft über viele Jahre entstandenen fotografischen Reportagen beschäftigen sich mit Menschen am Rande der Gesellschaft. Mit großer Nähe, Respekt und Beharrlichkeit dokumentiert sie Lebenswirklichkeiten, die sonst häufig unbeachtet bleiben. Ihre Arbeiten zeigen eindrucksvoll, welche gesellschaftliche Kraft die dokumentarische Fotografie entfalten kann.

Mit der DGPh Manfred Heiting Medal wurden anschließend Sarah Greenough und Diane Waggoner von der National Gallery of Art in Washington, D.C., ausgezeichnet. Beide haben sich durch ihre kuratorische und wissenschaftliche Arbeit um die Fotografie verdient gemacht. Ihr Engagement für fotografische Sammlungen, Ausstellungen und die kunsthistorische Forschung trägt wesentlich dazu bei, die Fotografie als eigenständige Kunstform zu bewahren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Den Abschluss der Preisverleihung bildete der Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, der an Prof. Timm Rautert ging. Rautert zählt zu den bedeutendsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Sein umfangreiches Werk bewegt sich zwischen journalistischer Dokumentation, Porträtfotografie und konzeptioneller Kunst. Als langjähriger Professor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat er darüber hinaus Generationen junger Fotografinnen und Fotografen geprägt.

Die DGPh Photography Awards 2026 machten einmal mehr deutlich, wie vielfältig die Fotografie ist. Von jungen künstlerischen Positionen über engagierte Dokumentarfotografie bis hin zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Medium und einem fotografischen Lebenswerk spannte sich an diesem Abend ein weiter Bogen.

Ein Abend, der nicht nur herausragende fotografische Leistungen würdigte, sondern auch die Bedeutung der Fotografie als künstlerisches, historisches und gesellschaftliches Gedächtnis unterstrich.

DGPh Photograhy Awards 2026
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photos © philipp j. bösel